Schweine

Praxisbericht: Michael Hunkeler über seine Erfahrung mit Egli-Geburtsfutter

Das Abferkeln ist für die Sauen und den Schweinezüchter eine herausfordernde und kritische Zeit. Lange Geburten, Verstopfungen und anschliessende Entzündungen führen zu höheren Verlusten, mehr Arbeit und einem zusätzlichen Medikamenteneinsatz. Mit dem speziell entwickelten Egli-Geburtsfutter 1401.13 erhalten Schweinezüchter eine praxisbewährte Lösung, die an die physiologischen Bedürfnisse der Sau bereits in der Transitphase ansetzt und messbare Vorteile bringt.

06. Nov. 2025

Michael Hunkeler, ­Schweinezüchter aus Altishofen LU, setzt seit acht Monaten das Egli-Geburtsfutter ein. Welche Beobachtungen hat er seither gemacht? «Egli-Fokus» wollte es genau wissen und hat ihn auf seinem Betrieb besucht. Seine Bilanz fällt deutlich positiv aus:

– die Abferkelzeit ist kürzer;

– lange Austreibungsintervalle mit einzelnen spät geborenen Ferkeln kommen nur noch selten vor;

– manuelle Eingriffe bei Geburten sind um rund 80 % zurück­gegangen.

Für Michael Hunkeler hat sich die Geburtsüberwachung damit wesentlich vereinfacht, und seine Präsenzzeit während der Geburten hat sich stark reduziert.

Früher setzte er auf anionische ­Salze als Futterzusatz vor dem Abferkeln, welche die Mutterschweine jedoch schlecht aufnahmen. Das Egli-Geburtsfutter hin­gegen wird von seinen Sauen gerne gefressen. Michael Hunkeler füttert das Egli-Geburtsfutter allen Sauen ab Ankunft im Abferkelbetrieb (durchschnittlich ab ca. Trächtigkeitstag 110) bis zum Abferkeln. Er füttert, abhängig vom Körpergewicht der Sau, zweimal täglich je 1,4 bis 1,6 kg Geburtsfutter und stellt nach dem Abferkeln problemlos auf Laktationsfutter um. Das Futter erhält er in 25-kg-Säcken palettenweise, was Frische gewährleistet und nur einen minimalen zusätzlichen Arbeitsaufwand erfordert.

Besonderes Augenmerk legt Michael Hunkeler auch auf die ideale Körperkondition der Sauen vor dem Abferkeln. Während der ersten vier Wochen nach dem Absetzen füttert er die Sauen auf seinem Abferkelbetrieb. Dabei erhalten alle Tiere zuerst während zweier Wochen die gleiche Ration. Dann unterteilt er die Sauen in zwei Körperkonditionsgruppen und füttert diese mit angepasster Ration weitere zwei Wochen. Nach den insgesamt vier Wochen auf dem Abferkelbetrieb verstellt er die Sauen dann auf seinen Wartebetrieb. Dort werden sie in einer Grossgruppe mit Abruffütterung gehalten.


Was macht das Egli-Geburtsfutter besonders?


1. Reduzierte Kationen-­Anionen-Bilanz (KAB)

Die KAB ist die Differenz zwischen positiv geladenen Kationen und negativ geladenen Anionen im Futter, die den Elektrolythaushalt beeinflusst. Die KAB im Egli-Geburtsfutter ist im Vergleich zu normalen Trächtigkeits- und Laktationsfuttern stark reduziert. Eine Absenkung der KAB in den letzten Tagen vor dem Abferkeln senkt den Harn-pH, mobilisiert Kalzium aus den Knochen und verbessert die Kalziumaufnahme aus dem Darm. Dies führt zu höheren Blutkalziumwerten und dadurch besseren Muskelkontraktionen während der Geburt.

2. Verbesserte Energieversorgung kurz vor der Geburt

Das Egli-Geburtsfutter enthält spezielle Komponenten zur Verbesserung der Energieversorgung. Diese sorgen für eine bedarfsgerechte Zufuhr der für die Wehentätigkeit während des Geburtsvorgangs benötigten Nährstoffe. Studien zeigen zudem: Je länger die letzte Futteraufnahme vor Geburtsbeginn zurückliegt, desto tiefer der Blutzucker und desto länger dauert die Geburt (siehe Grafik). Wehenschwächen durch körperliche Erschöpfung sind die Folge. Daher empfiehlt sich auch die Aufteilung der Futtergabe vor der Geburt auf mehrere kleinere Mahlzeiten.

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3. Versorgung mit fermentier­baren Faserstoffen gegen ­Verstopfungen
Ein hoher Anteil an fermentierbaren Faserstoffen unterstützt eine gesunde Darmflora und erhöht die Wasseraufnahme. Zudem binden diese Faserstoffe Wasser, was das Darmvolumen vergrössert, die natürliche Darmbewegung (Peristaltik) anregt und Verstopfungen vorbeugt. Das sind wichtige Faktoren für kurze und problemlose Geburten.


Konkrete Vorteile des Egli-­Geburtsfutters für den Betrieb


Kürzere Geburten vermindern Totgeburten und Stress für Sau und Ferkel. Der Schweinezüchter profitiert von einer kürzeren Präsenzzeit zur Geburtsüberwachung.

Reduzierter Harn-pH, hemmt die Entwicklung schädlicher ­Keime und hilft somit, Infektionen in Harn und Geburtswegen vorzubeugen.

Verbesserte Darmtätigkeit vor und nach der Geburt durch spezielle fermentierbare Faserstoffe. Eine gesunde Darmflora und Darmfunktion vermeiden Verstopfungen.

Weniger Bedarf für manuelle Geburtshilfe, reduziert das Risiko für Infektionen und medizinische Behandlungen. Nach raschen und reibungslosen Geburten erholen sich die Sauen schneller, was Arbeitszeit und Kosten spart.


Empfehlung für die Praxis – einfache Regeln


– Umstellung auf Geburtsfutter etwa 7 – 10 Tage vor der Geburt und Fütterung bis zum Abferkeltag oder kurz danach.

– Futterration kurz vor dem Abferkeln auf mehrere kleine Mahlzeiten verteilen (wenn möglich drei statt zwei Gaben), um den Blutzucker stabil zu halten.

– Sauen müssen während der Trächtigkeit eine angemessene Körperkondition entwickeln. Eine ausgewogene Kondition ist wichtig für einen reibungslosen Geburtsablauf.

– Bei Sauen, die nach dem Abferkeln zögerlich ins Laktationsfutter ­starten, kann eine kurze Verschnei­dung (1 – 2 Tage) von Geburts- und Laktationsfutter helfen.

Fazit

Das Egli-Geburtsfutter wurde von Egli-Spezialisten entwickelt, um Mut­tersauen optimal auf die Geburt vorzubereiten. Erfahrungen aus dem praktischen Einsatz zeigen: Das Futter wird gerne gefressen, die Geburten und damit die Präsenzzeit des Schweinezüchters sind spürbar kürzer, und es braucht weniger manuelle Eingriffe während der Geburt. Bei häufig auftretenden Geburtsproblemen und Verstopfungen lohnt sich der Einsatz des Egli-Geburtsfutters.

Die Egli-Berater stehen für weitere Auskünfte gerne zur Verfügung.
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