Rindvieh

Aus einem Interview mit Frank Mitloehner

Frank Mitloehner ist Professor und Luftqualitätsspezialist an der Universität of California, Department of Animal Science UC Davis

In der Frühlingsausgabe 2021 des Egli-Fokus berichteten wir über Professor Frank Mitloehner und seine Forschungsarbeiten zum Thema Methanausstoss beim Rindvieh. Der Beitrag fand breite Beachtung und kürzlich war Frank Mitloehner auch in der Schweiz auf Besuch. In einem Interview mit dem Schweizer Bauer vom Mittwoch 14. Juli 2021 machte er zusammenfassend die folgenden Aussagen 09. Aug. 2021

«Das bei der Verdauung abgegebene Treibhausgas Methan verbleibt nur etwa zehn Jahre in der Atmosphäre, was bei gleichbleibendem Rinderbestand zu keiner zusätzlichen Erderwärmung führt. Die Schweizer Rindviehhaltung hat somit einen minimalen Einfluss auf das Klima.

Ein grosser Teil der Schweizer Landwirtschaftsfläche lässt sich aus Gründen der Topografie und des Klimas nur als Weideland nutzen. Rinder haben eine natürliche Fähigkeit diese Weiden zu nutzen und das darauf wachsende Gras kann nur von Wiederkäuern verwertet werden. Würden keine Rinder, Schafe oder Ziegen gehalten, wären diese Flächen für die Nahrungsmittelproduktion verloren.

Die Weidenutzung ist zudem ein wichtiger Landschaftsgestaltungsfaktor. Ohne tierische Landwirtschaft würde sich die Schweiz landschaftlich ganz anders präsentieren.»

Egli Fokus Kohlenstoff c
 
«Oft vergessen die Leute den Zweck der Landwirtschaft einfach»
Frank Mitloehner, Professor und Luftqualitätsspezialist an der Universität of California

Quelle: Interview aus dem Schweizer Bauer vom Mittwoch 14. Juli 2021

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